Das war ein aufregender Portraitshootingtermin. Tobias Schneider bat mich, von ihm Portraitaufnahmen aufzunehmen. Für seine Autogrammkarten benötigte der Bobfahrer Fotos von sich. Bis jetzt hatte ich noch keinen Profisportler vor meiner Kamera. Für mich war das sehr aufregend.

Als Tobias an meiner Tür klingelte, hatte ich das Wohnzimmer schon zum Fotostudio umgewandelt. Alles stand bereit. Fröhlich und gut gelaunt betrat der Sportler die Wohnung. Zuerst gab es eine Tasse Kaffee. Während wir das heiße Gebräu tranken, gingen wir die Positionen durch, die ich mir für den Bobfahrer gedacht hatte. Dabei hörte ich mir auch Tobias Wünsche und Ideen an.

Zur Einstimmung ging es erstmal mit lockeren Aufnahmen los. Dafür wechselte Tobi von seiner Alltagskleidung in das Poloshirt des Bobteams. Schnell waren tolle Portraitaufnahmen im Kasten. Nun schlüpfte Tobias in seinen Rennanzug. Auch der Helm wurde nun gebraucht. Immer wieder gab es während des Portraitshootings neue Ideen. Der Spaß dabei war riesig. Während des aufregendem Foto-Shootings erzählte Tobias von seinem spannenden Sport .Er hat mich dafür richtig begeistert.

Sonst nur im Fernsehen angeschaut, wollte ich nun selber am Eiskanal stehen. Mein Plan war,  beim nächsten Rennen am Königssee werde ich Tobias und seinem Team zuschauen, wie sie die Eisbahn runter düsen.

gesagt – getan

Nun stand ich am Eiskanal am Königssee. Das war genauso aufregend, wie das Portrait-Shooting des Anschieber/Bremser vom Team Hafer. Es war überwältigend! Als Zuschauer stand ich direkt neben dem Kanal. Selbstverständlich hatte ich meine Kamera im Gepäck. Bevor man den Schlitten sah, hörte man ihn. So konnte ich mich schon bei dem lauten Geräusch der Kufen auf dem Eis bereit machen. Schließlich war das das Zeichen, dass der Bobschlitten nicht mehr lange auf sich warten ließ. Mit hoher Geschwindigkeit rauschte der Bob an mir vorbei.

Es war ein herrlicher Tag! Der stille Königssee, der Schnee, die Landschaft und die Aufregung.

Das war nicht mein letzter Besuch an einem Eiskanal und beim Bobteam Hafer.


Es war wieder soweit. Weihnachten steht vor der Tür. Neue Familienfotos werden für die Weihnachtskarten benötigt.

Zum zweiten Mal gesellten sich Line, Martin und Vincent zu mir, damit ich von der kleinen Familie Aufnahmen machen konnte. Ich war schon sehr auf Vincent gespannt. Wie er sich wohl dieses Mal vor meiner Kamera bewegt? Letztes Jahr war der kleine Mann noch sehr scheu. Dieses Jahr aber, bewegte er sich so vor meiner Linse, als ob nie etwas anderes gemacht hätte. Aber zurück zum Anfang.

Das Weihnachts-Set-up war schon aufgebaut. Kurz nach dem Aufbau kam die Familie bei mir an. Fröhlich begrüßten wir uns. Auch Vincent strahlte vor Freude. Ich erklärte ihm erstmal, dass alle eingepackten Weihnachtspäckchen leer seien. Er durfte sich eins nehmen und schütteln. So konnte ich ihn davon überzeugen. Danach fragte ich ihn, ob er Kuchen essen möchte oder ob ich ihn erst fotografieren soll. Mit fester Stimme antwortete der Bub mir, dass er zuerst fotografiert werden möchte. Er stapfte schon in Richtung Leinwand und setzte sich in die große verpackte Kiste. Der kleine Mann hatte so viel Spaß, dass es mir eine große Freude war, ihn abzulichten. Er lachte die ganze Zeit und schaute verschmitzt in meine Kamera. Ratzfatz waren die schönsten Kinderbilder auf meiner Speicherkarte.

Danach ging es mit den Familienfotos weiter. Seine Eltern gesellten sich dazu und es ging munter weiter. Ganz viel Spaß gab es bei der Pusterei mit dem bunten Konfetti. Alle Drei hatten große Freude daran. Ich konnte wunderbare Familienbilder einfangen. Dann kam natürlich die Zeit, in der Vincent keine Lust mehr hatte. Mir kam die Idee, dass wir auch noch schöne Familienbilder auf dem Bett machen könnten.

So verließen wir das Weihnachts-Set-up und gingen in das Schlafzimmer. Auf dem Bett wurde dann getobt und Vincent bekam wieder Lust auf das Fotografieren. Auch hier hatte ich dann schnell schöne Fotos von der Familie eingefangen und wir beendeten das Familien-Shooting.

Nun bekam Vincent seinen wohlverdienten Kuchen, den er sehr genossene hat.


Anfang Mai war ich mit der bezaubernden Marlene zu einem Babybauch-Shooting verabredet. Wir hatten vereinbart, dass wir das Shooting bei ihr Daheim machen wollten. So war sie in ihrer vertrauten Umgebung.

Doch was musste ich feststellen, als sie mir die Tür öffnete? Der Babybauch war für ein Shooting noch viel zu klein. Ich fragte sie, ob wir das Treffen nicht nochmal verschieben sollen. Aber nein, das kam nicht in Frage. Kurzerhand beschlossen wir, dass es dann Portrait-Aufnahmen werden sollten. Bestimmt kann auch der süße kleine Bauch  schon in Szene gesetzt werden.

Mit einem Teddy, ein weißes fließendes Tuch und einem Ultraschallbild stellte sich Leni vor die weiße Leinwand, die ich mitgebracht hatte. Es kamen tatsächlich wunderschöne Fotos heraus, auf denen man den kleinen süßen Babybauch erahnen kann. Danach wechselte Leni den Raum und ich fotografierte die werdende Mama im Schlafzimmer auf ihrem Bett. Marlene bewegte sich vor meiner Kamera wunderbar. Völlig gelöst und ungehemmt legte sie sich in jede Pose, die ich ihr vorgab. Eigene Ideen kamen ihr auch in den Kopf. Ich konnte bei  meinem „Model“ spüren, dass es ihr viel Spaß gemacht hat.

Dann kam mir die Idee, dass wir auch im Badezimmer wunderschöne Bilder von ihr machen könnten. Ich erzählte Leni davon. Marlene war von der Idee mit dem Milchbad sofort begeistert. Also ab ins Bad, warmes Wasser einlaufen lassen, Milch dazu und ab ins das Wasserbad, das schon Aphrodite geliebt hat. Zusätzlich zauberte ich noch einen bunten Lolli und Liebesperlen aus meiner Requisitentasche . So entstanden von Leni außergewöhnliche Portraitaufnahmen.

Wir vergaßen völlig die Zeit und im nu verschwanden zwei Stunden. Dafür waren ausdrucksstarke Aufnahmen von einer jungen werdenden Mama auf meiner Speicherkarte.


Heute stand ein besonderes Shooting mit Daniela an. Mir schwirrte schon lange der Gedanke im Kopf herum, dass ich gerne ein abstraktes Portrait-Shooting machen würde. Dani konnte ich für diese verrückte Idee gewinnen. Hervorragend, mit ihr hatte ich das perfekte Model für eindrucksvolle Fotos.

Als Dani bei mir eintrudelte, hatte ich schon alles vorbereitet. Warmes Wasser füllte die Badewanne. Schließlich sollte sie es auch ein bisschen gemütlich habe. Rote Tulpen waren auf der Wasseroberfläche verteilt und das Licht eingestellt. Mein Fotomodell schlüpfte gut gelaunt in das weiße Wasser, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, und wir konnten loslegen.

Am Anfang hatten wir kleine Verständigungsschwierigkeiten. Ich gab der Badewannennixe Anweisungen und was passierte? Nichts! Na klar, ging ja auch nicht. Danis Ohren lagen unter Wasser. Wie sollte sie mich da hören, geschweige verstehen, was ich von ihr möchte? Entweder musste ich lauter sprechen oder ihr Zeichen geben, dass sie sich aus dem Wasser herausheben sollte, damit ich sagen konnte welches Foto gerade in meinem Kopf schwebte. Es war super, dass Dani genauso viel Spaß wie ich hatte. Schließlich hatte sie den mühevolleren Part von uns beiden. Sie musste sich so in die Wanne legen, dass ihr Kopf halb im Wasser lag. Ein bequemes entspanntes Wannenbad war es nicht. Auch wenn sie auf jedem Foto so ausschaut. Mein Part war es ja nur einfach schöne Bilder von ihr einzufangen.

Ich finde, das es uns gut gelungen ist.