Es ist gerade eine andere Zeit, vieles hat sich geändert. Aus diesem Grund kam mir der Gedanke, dass ich diesen Monat keinen Blogeintrag über Hochzeit-Fotografie schreibe, sondern über ein Portrait-Shooting. Diesen Monat nutze ich dazu, um ein Projekt vorzustellen, auf das ich sehr stolz bin. Portrait-Fotografie mit der Rockband Bowmen.

Die Jungs von Bowmen fragten bei mir an, ob ich Lust hätte, sie zu porträtieren. Ihre neue LP/CD stand kurz vor der Fertigstellung. Für den kompletten Abschluss fehlte ihnen aber noch das Cover. Dafür wollten sie mich mit ins Boot holen. Und ob ich Lust dazu hatte! Schnell war ein gemeinsamer Termin für das Portrait-Shooting gefunden. Nun musste ich mir nur noch Gedanken machen, wie das Cover aussehen sollte. Die Rocker und ich waren uns einig, dass das Portrait-Shooting in einem Lost Place stattfinden sollte. Für den richtigen Ort mit morbiden Charme, begab ich mich auf die Suche im Internet. Ich fand einen wunderbaren verlassenen Ort. Ich zeigte Stefan, Markus und Tilly das herrliche alte Haus und war auf ihre Reaktion gespannt. Besser hätte sie nicht sein können… die Drei waren von meinem Vorschlag begeistert.

Einen Novembermorgen ging es dann um sechs in der Früh los. Der Bulli war gepackt, alle noch müde, aber gut gelaunt. An dem stillen zugewachsenem Haus angekommen, trugen wir mein Equipment hinein. Zuerst durchstöberte ich die zerfallenen Räume. So entstanden die ersten Bildideen vor meinem inneren Auge. Damit die Jungs locker wurden, fragte ich sie, ob sie nicht ihre Musik abspielen wollten. Dieser Vorschlag wurde angenommen und kurz darauf erklangen ihre neuen Musikstücke durch das verlorene Haus.

Wir hatten bei diesem Portrait-Shooting eine riesen Gaudi. Während eines Shootings sagte ich auch nie zu jemanden: „Schrei mich an!“ Aber hier tat ich es. Schließlich wollten wir auch Portraits in Aktion und so bekam ich diese Bilder auf meine Speicherkarte. Viele Orte in diesem Haus hatten ihren morbiden Charme. Und so wanderten wir durch die Räume und probierten viel aus.

Nachdem wir viele verschiedene Aufnahmen im Kasten hatten, verließen wir diesen besonderen Lost Place und machten uns auf den Rückweg. Noch am selben Abend sah ich mir das Ergebnis dieses Portrait-Shooting an, um zwei Tage später Bowmen die Bilder zu präsentieren. Die Begeisterung war riesig. Uns fiel die Auswahl, für das Portrait auf dem Cover, ziemlich schwer. Nach einigem hin und her hatten wir uns entschieden, welches Foto es sein sollte.

Nun ist die LP/CD fertig und es erfüllt mich mit viel Stolz, wenn ich die LP in den Händen halte. Mein großer Dank geht an die Jungs von Bowmen. Dass sie mich auf die Reise der Entstehung ihrer LP/CD mitgenommen und sich auf meine Vorschläge eingelassen haben.

Liebe Leser, entschuldigt, dass es dieses Mal kein Hochzeit-Shooting gab. Aber wie schon in der Einleitung geschrieben… besondere Zeiten, besondere Einträge 🙂

Nächsten Monat geht es dann mit einem Hochzeit-Shooting weiter, versprochen 🙂


Es war wieder soweit. Weihnachten steht vor der Tür. Neue Familienfotos werden für die Weihnachtskarten benötigt.

Zum zweiten Mal gesellten sich Line, Martin und Vincent zu mir, damit ich von der kleinen Familie Aufnahmen machen konnte. Ich war schon sehr auf Vincent gespannt. Wie er sich wohl dieses Mal vor meiner Kamera bewegt? Letztes Jahr war der kleine Mann noch sehr scheu. Dieses Jahr aber, bewegte er sich so vor meiner Linse, als ob nie etwas anderes gemacht hätte. Aber zurück zum Anfang.

Das Weihnachts-Set-up war schon aufgebaut. Kurz nach dem Aufbau kam die Familie bei mir an. Fröhlich begrüßten wir uns. Auch Vincent strahlte vor Freude. Ich erklärte ihm erstmal, dass alle eingepackten Weihnachtspäckchen leer seien. Er durfte sich eins nehmen und schütteln. So konnte ich ihn davon überzeugen. Danach fragte ich ihn, ob er Kuchen essen möchte oder ob ich ihn erst fotografieren soll. Mit fester Stimme antwortete der Bub mir, dass er zuerst fotografiert werden möchte. Er stapfte schon in Richtung Leinwand und setzte sich in die große verpackte Kiste. Der kleine Mann hatte so viel Spaß, dass es mir eine große Freude war, ihn abzulichten. Er lachte die ganze Zeit und schaute verschmitzt in meine Kamera. Ratzfatz waren die schönsten Kinderbilder auf meiner Speicherkarte.

Danach ging es mit den Familienfotos weiter. Seine Eltern gesellten sich dazu und es ging munter weiter. Ganz viel Spaß gab es bei der Pusterei mit dem bunten Konfetti. Alle Drei hatten große Freude daran. Ich konnte wunderbare Familienbilder einfangen. Dann kam natürlich die Zeit, in der Vincent keine Lust mehr hatte. Mir kam die Idee, dass wir auch noch schöne Familienbilder auf dem Bett machen könnten.

So verließen wir das Weihnachts-Set-up und gingen in das Schlafzimmer. Auf dem Bett wurde dann getobt und Vincent bekam wieder Lust auf das Fotografieren. Auch hier hatte ich dann schnell schöne Fotos von der Familie eingefangen und wir beendeten das Familien-Shooting.

Nun bekam Vincent seinen wohlverdienten Kuchen, den er sehr genossene hat.


Anfang Mai war ich mit der bezaubernden Marlene zu einem Babybauch-Shooting verabredet. Wir hatten vereinbart, dass wir das Shooting bei ihr Daheim machen wollten. So war sie in ihrer vertrauten Umgebung.

Doch was musste ich feststellen, als sie mir die Tür öffnete? Der Babybauch war für ein Shooting noch viel zu klein. Ich fragte sie, ob wir das Treffen nicht nochmal verschieben sollen. Aber nein, das kam nicht in Frage. Kurzerhand beschlossen wir, dass es dann Portrait-Aufnahmen werden sollten. Bestimmt kann auch der süße kleine Bauch  schon in Szene gesetzt werden.

Mit einem Teddy, ein weißes fließendes Tuch und einem Ultraschallbild stellte sich Leni vor die weiße Leinwand, die ich mitgebracht hatte. Es kamen tatsächlich wunderschöne Fotos heraus, auf denen man den kleinen süßen Babybauch erahnen kann. Danach wechselte Leni den Raum und ich fotografierte die werdende Mama im Schlafzimmer auf ihrem Bett. Marlene bewegte sich vor meiner Kamera wunderbar. Völlig gelöst und ungehemmt legte sie sich in jede Pose, die ich ihr vorgab. Eigene Ideen kamen ihr auch in den Kopf. Ich konnte bei  meinem „Model“ spüren, dass es ihr viel Spaß gemacht hat.

Dann kam mir die Idee, dass wir auch im Badezimmer wunderschöne Bilder von ihr machen könnten. Ich erzählte Leni davon. Marlene war von der Idee mit dem Milchbad sofort begeistert. Also ab ins Bad, warmes Wasser einlaufen lassen, Milch dazu und ab ins das Wasserbad, das schon Aphrodite geliebt hat. Zusätzlich zauberte ich noch einen bunten Lolli und Liebesperlen aus meiner Requisitentasche . So entstanden von Leni außergewöhnliche Portraitaufnahmen.

Wir vergaßen völlig die Zeit und im nu verschwanden zwei Stunden. Dafür waren ausdrucksstarke Aufnahmen von einer jungen werdenden Mama auf meiner Speicherkarte.


Es war Sonntag und ein Paar-Shooting stand an. Dani und Noah, ein süßes junges Paar, kamen bei mir vorbei. Draußen war es bitterkalt. Die zwei Verliebten wollten aber keine Fotos im Warmen von sich schießen lassen. Also dick eingepackt, ab nach draußen und wir legten los.

Am Anfang waren die Zwei noch ein bisschen nervös. Das legte sich aber schnell und sie wurden ganz locker im Umgang mit der Kamera und mir. Noah und Dani hatten richtig Lust auf tolle Fotos. Sie machten jeden Vorschlag mit und die Freude zeigte sich in ihren Augen wieder. Auch die Idee, Noah sollte sein Herzblatt auf Händen tragen, setzte er sofort um. Okay, ein kurzer Einwand kam. Dani schaute ihn mit ihren großen Augen an, das wirkte.

Den meisten Spaß gab es, als ich die Rauchfackel aus meinem Rucksack holte. Ich konnte wunderschöne Paarfotos mit dem rotem Rauch auf der Speicherkarte einfangen. Für die High- und Low-Key Bilder sind wir dann doch zu mir gegangen. Die Leinwand und Lampen hatte ich schon aufgebaut. Wir konnten sofort loslegen. Dani und Noah waren schon ganz gespannt, wie diese Art von Porträtfotos aussehen würden. Deswegen schauten wir uns die Ergebnisse des Shootings direkt auf dem Laptop an. Sie waren begeistert und freuten sich auf ihre wunderschönen Fotos.