Es war November und meine vorletzte Hochzeit für das Jahr 2018. Auf das Wetter an diesem Tag waren wir schon sehr gespannt. Zieht sich der wunderbare Herbst weiter in den November hinein oder wird es kalt, nass und grau? Der Wettergott meinte es gut dem dem Brautpaar. Es war zwar kühl, aber die Sonne strahlte von einem blauen Himmel hinunter.

Gut gelaunt fuhr ich Richtung Kloster Wessobrunn. Dort fand die Hochzeit von Maria und Dominik statt. Zuerst traf ich auf den Bräutigam. Er war sehr aufgeregt und gespannt, wie seine zukünftige Frau Maria aussehen würde. Nach einer Weile traf auch die Braut ein. Sie sah in ihrem weißen Hochzeitsdirndl einfach zauberhaft aus. Die Braut strahlte mit der Sonne um die Wette. Die fröhliche Hochzeitsgesellschaft versammelte sich im Trauzimmer des Klosters. Der Gang dorthin war atemberaubend. Es war ein Traum, die zwei Verliebten dort zu sehen. Wie sie den Gang entlang schritten. Wohin sollte man nur schauen? Auf das strahlende Brautpaar, die wundervollen Gemälde an der Decke oder den endlos langen Gang hinunter? Keine Frage, natürlich auf das Brautpaar 🙂

Beim Einzug des Paares sang eine Freundin von den Beiden. Gänsehaut machte sich breit und die Tränen schossen in die Augen. Die Trauzeremonie war ernst und lustig zugleich. Der Standesbeamte hatte das perfekte Gefühl für diese Mischung. Nach der Trauung gab es draußen ein Spalier aus Seifenblasen. Die Motorradfreunde des frischgebackenen Ehemannes begrüßten die jungen Eheleute mit großem Hallo.

Nachdem die Glückwünsche entgegen genommen wurden, empfing das Brautpaar seine Gäste an einem kleinen Teich, der direkt an dem Kloster Wessobrunn lag. Es war der perfekte Ort. Ein kleines offenes Haus stand dort, die Fische zogen im Wasser ihre Kreise, die Sonne spiegelte sich auf der Wasseroberfläche und alle waren fröhlich. Konnte es schöner sein? Während sich die Hochzeitsgäste bei einem Glas Sekt vergnügten, begaben wir uns zum Hochzeits-Shooting. Das Schöne war, dass wir trotzdem noch mittendrin waren, auf der Wiese nebenan. Nach unserem Portrait-Shooting wurde es dann doch ziemlich kühl, schließlich war es eine Novemberhochzeit.

Braut, Bräutigam, Familie und Freunde machten sich auf den Weg zur Gaststätte, in der dann ausgelassen die Hochzeit gefeiert wurde.


Heute traf genau das ein, wovor wir uns im Vorgespräch gefürchtet hatten… blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und heiße Temperaturen. Aber es half nichts, der Hochzeitstermin von Katharina und Marius stand.  So hieß es für mich, rein in das Sommerkleid, Kameras eingepackt und ab zum Standesamt nach Augsburg.

Vor dem Standesamt angekommen, machte ich mich schon mal mit den Lichtverhältnissen vertraut. Kurz nach meiner Ankunft kam die Schwester der Braut und ihr Vater an. Die Schwester hatte ich sofort erkannt. Sie trug ein getupftes tolles Petticoatkleid. Es passte perfekt zu dem Hochzeitsthema: Rockeabilly. Bräutigam Marius trudelte kurz darauf auch ein. Mit ihm die Bräutigameltern und sein Trauzeuge. Nun warteten alle gespannt auf die Braut. Wie mag sie aussehen? Welches Brautkleid würde sie tragen? Plötzlich wurde die werdende Ehefrau erblickt. Strahlend, mit der sonne um die Wette, kam Katharina mit der Brautmutter die Straße Richtung Standesamt hoch. Marius, der werdende Ehemann, erblickte seine zukünftige Frau. Er fand seine Braut umwerfend. Er hatte recht. Katharina trug ein Brautkleid, das perfekt zu ihrem Hochzeitsthema Rockebilly passte. Nachdem sich die werdenden Eheleute innig begrüßt hatten, ging es in das Standesamt. Die Trauzeremonie ging leider viel zu schnell vorüber. Nach dem Ja-Wort, Ringtausch und anschließendem gratulieren, verließen das frischgebackene Ehepaar, seine Hochzeitsgesellschaft und ich das Standesamt.

Wir zogen los, um das Brautpaar-Shooting und die Hochzeitsgruppenbilder zu starten. Bei unserem Vorgespräch, das natürlich in Augsburg statt fand, hatte ich mit Katharina und Marius  schon die perfekten Shooting-Lokation heraus gesucht. So hatten wir einen perfekten Shooting-Plan und konnten ganz locker an das Shooting herangehen. Trotz der Hitze waren das Brautpaar und die Hochzeitsgäste gut gelaunt. Mit viel Eifer und Spaß waren die Jungvermählten bei der Sache und es fielen uns immer wieder gemeinsam neue Posen ein. Auch mir hat das Brautpaar-Shooting großen Spaß bereitet. Marius Ideen und meine trafen sich immer wieder in der Mitte.

Das junge Glück bewegte sich ohne Scheu vor der Kamera. Aber schaut selbst.


Tagelang hatte es geregnet. Wir schauten hoffnungsvoll auf Freitag. Hoffentlich hat der Wettergott erbarmen mit uns und schließt die Regenschleusen. Warum? An diesem Tag wollten Lena und Helmut in den Hafen der Ehe schippern. Wie schade wäre es doch, wenn sich das Brautpaar unter einem Regenschirm verstecken müsste, dann kam der Tag der Tage und was soll ich sagen. Die Sonne lachte uns von einem weiß-blauen Münchnerhimmel entgegen. Das Paar und seine kleine Gästeschar war gut gelaunt. Die Gesellschaft bestand aus ihrem engsten Kreis. Es war ja die standesamtliche Hochzeit. Das große Fest mit der ganzen Familie und Freunden fand eine Woche später statt. So zog die kleine Gruppe mit dem Brautpaar in das Trauzimmer ein, begleitet von Klaviermusik und mir als Fotografin. Es war sehr sehr emotional. Ich konnte die Aufregung von Lena und Helmut spüren. Die Standesbeamtin gestaltete die Zeremonie mit einer fröhlichen Lockerheit und so entstanden wunderschöne Bilder. Danach ging es zu dem frischvermähltem Paar nach Hause in den Garten. Der ideale Ort für ein Hochzeits-Shooting. Das Brautpaar war für alle Schandtaten offen. So entstanden wunderschöne und auch lustige Erinnerungen.

Eine Woche später stand das das große Fest vor der Tür. Wieder hatte der Wettergott mit uns erbarmen. Die Sonne strahlte. Dieser Tag griff noch tiefer ins Herz. Nicht nur die Braut verschlug den Anwesenden den Atem, auch die kirchliche Trauung ließ Gänsehaut wachsen. Die Sängerin brachte Tränen in die Augen. Es waren Freudentränen. Ihre Stimme war sehr ergreifend und unterstrich sinnlich  diesen Augenblick des Tages.

Da wir uns letzten Freitag schon getroffen hatten, waren wir ein eingespieltes Team. Ich konnte diese emotionalen Momente einfangen, ohne dass ich wahrgenommen wurde. Das war wunderbar. Nach der Trauung fuhren wir in einen herrlichen Park. Perfekt für sinnliche und verträumte Fotos. Jedes einzelne Bild gibt die Gefühle des Tages wider.

Das Brautpaar, seine Gäste und ich hatten große Freude am Enstehen dieser Aufnahmen. Ich bekam auch lustige Momentaufnahmen vor die Linse. Zum Beispiel ließen die Söhne von Helmut ihren Vater fast fallen, als diese ihn auf den Armen tragen sollten. Zum Glück ist aber keiner zu Schaden gekommen. Alle konnten darüber schmunzeln.  Nach dem Shooting führte uns die Fahrt in den Gasthof, in dem die Feier statt fand. Es entstand ein rauschendes Fest, das uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Einige traumhafte Erinnerungen dazu gibt es hier…