Es war kein schöner Tag, um eine Hochzeit zu feiern. Hochzeitsfotos mit blauem Himmel und Schäfchenwolken waren somit gestrichen. Aber man kann sich das Wetter leider nicht aussuchen. So blieb nur zu hoffen, dass Petrus die Schleusen zum richtigen Zeitpunkt geschlossen hält.

Am Parkplatz des Rathauses von Wartenberg angekommen, hatte Petrus mich erhört. Die Wolkendecke riss auf und die Sonne lugte hervor. Gab es doch noch Hochzeitsfotos mit Schäfchenwolken? Mein Bräutigam, den ich auf seiner Reise in die Ehe begleiten durfte, war weit und breit noch nicht zu sehen. Deswegen machte ich mich schon mal mit der handvoll Hochzeitsgästen bekannt, die schon vor Ort waren. Nach ein paar Minuten kam der Bräutigam vorgefahren. Nach unserer Begrüßung erzählte er mir, dass er noch zu dem Blumenladen, unten an der Straßenecke, müsste. Dort wartete der Brautstrauß und sein Blumenanstecker auf ihn und dass er Beides abholen würde. Natürlich begleitete ich den zukünftigen Ehemann dorthin. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg.

Nachdem wir wieder zurück am Rathaus waren, ging die nun vollzählige Hochzeitsgesellschaft mit ihrem aufgeregtem Bräutigam in das Trauzimmer. Dort wurde ungeduldig und mit großer Spannung auf die Ankunft der Braut gewartet. Ich postierte mich am Straßenrand. Schließlich durfte ich die Ankunft des Brautwagens mit der Braut nicht verpassen. Diesen Moment finde ich sehr wichtig. Es ist immer wieder herrlich, wenn die Braut aufgeregt und erwartungsvoll aus dem Auto steigt. Dieser Augenblick kommt nie wieder und diese Emotionen sollen eingefangen werden.

Nach der Ankunft betrat die Braut das Trauzimmer. Sie strahlte ihren Bräutigam mit leuchtenden Augen an. Ihr zukünftiger Ehemann war von seiner Braut ganz angetan.

Nach der Trauung wurde auf dem Rathausvorplatz in Wartenberg der Sektempfang zelebriert. Das frischgebackene Ehepaar nahm fröhlich und glücklich die Glückwünsche seiner Hochzeitsgäste entgegen. Es war eine sehr schöne und entspannte Stimmung, auch wenn es kalt war. Ausgelassen plauderte das Brautpaar mit seinen Gästen und ich konnte dabei tolle Hochzeitsfotos einfangen. Im Anschluss verabschiedeten wir, das Brautpaar, die Trauzeugen und ich, uns von der Gesellschaft. Es war Zeit für das Brautpaar-Shooting. Das Hochzeit-Shooting hat großen Spaß gemacht. Die Stimmung war locker und ausgelassen. Als wir tolle Hochzeitsfotos eingefangen hatten, fuhren wir zur Hochzeitsgesellschaft zurück. Zu lang wollten wir die Hochzeitsgäste nicht warten lassen.

Dort angekommen, gab es noch einen heißen Kaffee und ich verabschiedete mich langsam von meinem Brautpaar. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich für die Beiden ihre Hochzeitsfotos festhalten und sie an ihrem wichtigen Tag begleiten durfte.


Im Sommer war ich als Hochzeitsfotografin in Österreich gebucht. Es war meine erste Hochzeit in unserem Nachbarland. Meine Braut hatte mir schon viel über die Traditionen einer österreichischen Hochzeit erzählt. Deswegen war ich schon sehr auf diesen Tag gespannt.

Früh am Morgen fuhr ich zu meiner Braut nach Hause. Dort fand das “ getting -ready “ statt. Trotz des aufregenden Tages waren alle Anwesenden ziemlich entspannt. Nach ein paar “ getting-reading“ Aufnahmen der Braut, fuhr ich zum Bräutigam rüber.  Auch ihn wollte ich auf meiner Speicherkarte festhalten, während er sich für seine Hochzeit fertig macht.

Nach einer fröhlichen halben Stunde fuhr ich wieder zurück zur Braut. Wir hatten vorher schon ausgemacht, wann das Brautkleid angezogen wird und Tanja sich in eine „richtige“ Braut verwandelt. Diesen Zeitpunkt wollte ich auf keinen Fall verpassen. Schließlich ist das immer eine wichtiger und emotionaler Moment.

Danach machte ich mich auf den Weg zur Kirche. Johannes, der Bräutigam, wartete schon gespannt mit seinem Trauzeugen auf seine zukünftige Frau. Als die Braut einfuhr und aus dem Brautwagen stieg, brachen beim Bräutigam alle Dämme. Es war ein mitreißender Augenblick. Nach der Begrüßung ging es in die festliche Kirche. Trotz meiner großen Konzentration auf die einzelnen Augenblicke einer Trauung, bekomme ich immer wieder eine Gänsehaut.

Nach der kirchlichen Hochzeit hieß es dann … ab zum Standesamt. Ja, richtig gelesen, zuerst kam die kirchliche Hochzeit und dann die standesamtliche Hochzeit.

Dieser Teil der Hochzeit war sehr spannend. Auf dem Weg zum Standesamt, musste das Brautpaar immer wieder mit seinem Brautwagen anhalten und Aufgaben erfüllen. Erst danach wurden die Straßensperrungen freigegeben. Als Hochzeitsfotografin in Österreich hatte ich das Privileg, dass ich mich mit meinem Auto vorne einreihen durfte. Schließlich musste ich schnell vor Ort sein, um wunderbare und lustige Hochzeitsbilder einzufangen. Ich verstand nun auch, warum zwischen Kirche und standesamtliche Trauung zwei Stunden lagen. Es waren zwei sehr lustige Stunden. Es wurde viel gelacht und die Zeit verging wie im Flug.

Als wir am Standesamt ankamen, ging es mit Gänsehaut weiter. Zwei Sängerinnen begleiteten, mit ihren Stimmen, das Brautpaar bei ihrem Einzug in das Trauzimmer. Die standesamtliche Hochzeit war sehr emotional. Auf leisen Sohlen bewegte ich mich durch den imposanten Raum, um die besonderen Momente als eindrucksvolle Hochzeitsbilder einzufangen.

Nachdem auch dieser spannende Teil des Hochzeitstages vorbei war, trafen sich die Hochzeitsgäste mit ihrem Brautpaar im Garten des Standesamtes.  Es war ein herrlicher Ort, um dort die Gruppenbilder der Hochzeitsgesellschaft und das Brautpaar-Shooting stattfinden zu lassen.

Der krönende Abschluss dieses Tages fand dann in der Eventlokation statt. Dort versammelte sich die Familie und Freunde des Brautpaares, um mit Braut und Bräutigam zu feiern.

Diesen Tag und seine besonderen Eindrücke, habe ich sehr genossen. Ich kann nur Danke an mein großartiges Brautpaar sagen, dass sie mich als Hochzeitsfotografin in Österreich gebucht hatten.


Das Jahr 2019 neigte sich dem Ende entgegen. Ich durfte noch eine Hochzeit als Hochzeitsfotografin in Bad Tölz begleiten. Ich freute mich schon sehr auf mein letztes Brautpaar für dieses Jahr.

Die Hochzeit fand im Kurhaus in Bad Tölz statt. Bevor das Brautpaar ankam, machte ich mir vorab ein Bild des Trausaales im Kurhaus und dem wunderschönen Garten. Es war wirklich ein schöner Ort, um dort zu heiraten. Ich war begeistert von der Aufgabe, dass ich als Hochzeitsfotografin in Bad Tölz tätig sein durfte.

Als erstes entdeckte ich den Bräutigam. Gut gelaunt und ein bisschen nervös kam er auf mich zu. Wir begrüßten uns und schon trudelte auch seine Braut ein. Es war wirklich ein süßes Paar. Die ersten Hochzeitsbilder für das Hochzeit-Shooting schossen mir in den Kopf.

Jetzt hieß es aber erstmal ab in das Trauzimmer. Der weiße Raum ist wirklich beeindruckend. Das Zimmer hat seinen ganz eigenen Charme. Der Standesbeamte war auch ganz toll. Mit seiner humorvollen Art gab er dieser Trauung eine besondere Leichtigkeit, zauberte emotionale und lustige Momente. Während der Trauung entstanden schon tolle Hochzeitsbilder von Braut und Bräutigam.

Nach der Trauung gab es einen kleinen Sektempfang. Das frischgebackene Ehepaar nahm seine Glückwünsche fröhlich entgegen. Die Hochzeitsgesellschaft machte es mir, der Hochzeitsfotografin in Bad Tölz, leicht. Ich konnte eine wunderbare Stimmung einfangen. Nachdem das Brautpaar einen k.einen Plausch mit seinen Hochzeitsgästen gehalten hatte, machten wir uns auf, in den Garten des Kurhauses. Dort sollte der Anfang unseres Brautpaar-Shooting sein. Braut und Bräutigam ließen sich in ihren eigenen Moment fallen. Durch diese Leichtigkeit konnte ich wunderbare Hochzeitsbilder einfangen. Es war nur ein kleines Hochzeit-Shooting geplant. Deswegen stießen wir nach kurzer Zeit wieder zur Hochzeitsgesellschaft. Aber auch im Trauzimmer fielen mir noch zwei Fotoideen ein. Ich fragte, ob die Zwei dazu noch Lust hätten. Na klar! Also wurden diese Bildideen umgesetzt. Danach verabschiedete ich mich von meinem letzen Brautpaar in 2019.

Es war eine kleine, aber sehr feine, Hochzeit. Ich war sehr glücklich, dass ich von Braut und Bräutigam gefragt wurde, ob ich die Beiden an ihrem großen Tag begleiten würde. So konnte ich als Hochzeitsfotografin in Bad Tölz ihre kleinen und großen Momente für die Ewigkeit einfangen.