Es war Sonntag und herrliches Herbstwetter. Ein Paarshooting stand an. Dani und Noah, ein süßes junges Paar, kamen bei mir vorbei. Draußen war es bitterkalt. Die zwei Verliebten wollten aber keine Fotos im Warmen von sich schießen lassen. Also packten wir uns dick ein und es ging nach draußen. Dort wir legten mit unserem Paarshooting los.

Am Anfang waren die Zwei noch ein bisschen nervös. Schnell legte sich das aber. Im Umgang mit der Kamera und mir wurden sie immer lockerer. Noah und Dani hatten richtig Lust auf tolle Fotos. Sie machten jeden Vorschlag mit. Die Freude zeigte sich in ihren Augen wieder. Auch die Idee, Noah sollte sein Herzblatt auf Händen tragen, setzte er sofort um. Okay, ein kurzer Einwand kam. Dani schaute ihn mit ihren großen Augen an, das wirkte.

Den meisten Spaß gab es, als ich die Rauchfackel aus meinem Rucksack holte. Ich konnte wunderschöne Paarfotos mit dem rotem Rauch auf der Speicherkarte einfangen. Für die High- und Low-Key Bilder sind wir dann doch zurück ins Warme gegangen. Die Leinwand und das Licht hatte ich vorher schon aufgebaut. Wir konnten sofort loslegen. Dani und Noah waren schon ganz gespannt, wie diese Art von Porträtfotos aussehen würde. Deswegen schauten wir uns die Ergebnisse dieses Paarshootings direkt auf dem Laptop an. Die Zwei waren begeistert und freuten sich auf ihre wunderschönen Fotos von ihrem Paarshooting.


In der Entwicklung darf man nicht stehen bleiben. Deswegen fand ich es wichtig, an einem Workshop für Portraitfotografie teilzunehmen. An einem Sonntagmorgen um 10 Uhr ging es los.  Vor den Teilnehmern und mir lagen sieben Stunden intensives arbeiten.

Zuerst gab es eine kurze Vorstellungsrunde, wer wir sind und was uns angespornt hatte, an diesem Workshop teilzunehmen. Unser Trainer Alex erzählte uns danach, was uns alles erwarten würde.  Und schon ging es auch los.

Wir wurden in Paare eingeteilt und bekamen unsere erste Aufgabe. Diesen Fotoauftrag sollten wir innerhalb einer halben Stunde erfüllen. Zwischendurch sollten wir auch unsere Rollen tauschen. Mal war ich der Fotograf und dann wieder das Model. So bekamen wir ein besseres Feeling für das Model. Wie der Umgang mit dem Model sein sollte. Vor der Kamera zu stehen war ungewohnt. Erst recht, weil ich lieber meine Canon in der Hand halte, um  Fotos auf die Speicherkarte zu bekommen. Davor bewege ich mich ungern.

Nach der halben Stunde trafen wir uns im Meetingraum wieder. Nun hieß es, unseren Best Shot aussuchen. Nur EIN Foto. Puh, das war gar nicht so leicht.

Nach der ersten Runde ging es sofort weiter. Die nächste Aufgabe wurde verteilt, die Partner gewechselt. So ging es den ganzen Tag weiter. Wenn eine Frage auftauchte, stand Alex uns immer zur Seite. Oder er zeigte uns Verbesserungsvorschläge. Manchmal schlich er sich auch von hinten an und ich bemerkte ihn gar nicht.

Mittags gab es eine kleine Pause. Alle Teilnehmer konnten durchschnaufen. Danach ging es nach draußen. Wir bekamen neue Aufgaben, mit neuen Partnern. Es war wirklich sehr spannend. Das Auge bekam immer wieder neue Blickwinkel.

Die Abschlussaufgabe war das Highlight. Fotografieren in High Key und Low Key. Eine ganz tolle Darstellung der Models, bei der die Person entweder ziemlich dunkel oder sehr hell fotografiert wurde.

Es war wirklich ein sehr spannender lehrreicher Tag. Am Ende wurden alle Best Ofs der Teilnehmer des Portrait-Workshops gezeigt. Die entstandenen Portraits waren klasse.

Es ist doch immer wieder gut, dass man zwischendurch die Augen geöffnet bekommt oder einen anderen Blickwinkel erhält 🙂